Rastersteine mit Colemanit-Boraten

Mit der Produktion von speziellen Rastersteinen für das "Aachen Institute for Nuclear Training GmbH"  (AiNT) startet das Dorlarer Betonwerk Pieper seine Hightech-Offensive.

Die Anfrage aus der Technologie- und Universitätsstadt nach maßgefertigten Bauteilen machte eine spezielle Beton-Rezeptur notwendig: Durch die Beimischung von Colemanit-Boraten zum firmeneigenen Hochleistungsbeton konnte eine extreme physikalische Dichte bei gleichzeitig hoher Druckfestigkeit erreicht werden. Insbesondere bzgl. der Abschirmung von Neutronenstrahlung weist der Beton eine hohe Wirksamkeit auf, die durch Experimente am Forschungsreaktor FRMII in Garching bei München bestätigt wurde.

Gegossen wurde das innovative Gemisch in Form der bewährten Pieper-Rastersteine. Dies sind massive Betonblöcke mit ineinanderpassenden Verbindungszapfen und -nuten. Die einzelnen Einheiten können daher - ähnlich wie Legosteine - einfach aufeinandergesteckt und problemlos wieder demontiert werden.

Herstellung von Colemanit-Rastersteinen

Rastersteine (Colemanit) Abmessungen

Länge x Breite x Höhe (cm)
160 x 40 x 80 Normalstein 1,28 qm 0,512 cbm 1,23 to
80 x 40 x 80 Ausgleichstein 0,64 qm 0,256 cbm 0,61 to
180 x 60 x 60 Normalstein 1,08 qm 0,648 cbm 1,55 to
60 x 60 x 60 Ausgleichstein 0,36 qm 0,216 cbm 0,52 to
120 x 60 x 60 Ausgleichstein 0,72 qm 0,432 cbm 1,04 to
150 x 60 x 60 Normalstein 0,90 qm 0,54 cbm 1,30 to
90 x 60 x 60 Ausgleichstein 0,54 qm 0,334 cbm 0,78 to
160 x 80 x 80 Normalstein 1,28 qm 1,02 cbm 2,45 to
80 x 80 x 80 Ausgleichstein 0,64 qm 0,51 cbm 1,22 to

Bildergalerie

Rastersteine Colemanit im AiNT-Laboraufbau
Rastersteine Colemanit im AiNT-Laboraufbau
Rastersteine Colemanit im AiNT-Laboraufbau
Rastersteine Colemanit im AiNT-Laboraufbau
Rastersteine Colemanit im AiNT-Laboraufbau
Rastersteine Colemanit im AiNT-Laboraufbau
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AiNT betreibt aktiv Forschung und Entwicklung im Bereich der Kernstrahlungsmesstechnik. Dabei entwickeln wir Messverfahren und Messanlagen für unterschiedliche Anwendungsgebiete sowie zugehörige Auswertesoftware und -methoden. Insbesondere geht es dabei in einem aktuellen Projekt um die zerstörungsfreie Bestimmung von Reststoffen und Altlasten (ZEBRA).

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen ist wie kaum ein anderes Bundesland durch die Montan- und Chemieindustrie geprägt worden. Ablagerungen können zu einer Anreicherung von Schadstoffen in Böden, Gewässern oder der Luft führen sowie für Mensch und Umwelt gefährlich sein. Durch eine Akkumulation in Pflanzen und Tieren reichern sich diese Schadstoffe zum Ende der Nahrungskette hin an und gelangen so zum Menschen. Das Aufspüren und der Nachweis solcher Verunreinigungen und Kontaminationen ist alles andere als einfach. Die Untersuchung der Zusammensetzung von Bodenproben, Wasser oder Nahrungs- und Futtermitteln bezeichnet man als Umweltanalytik. Bestehende Technologien, die in der Umweltanalytik angewendet werden, sind bislang nur dazu geeignet sehr kleine Probemengen zu analysieren, oder liefern nur Ergebnisse über die Zusammensetzung an der Oberfläche der Proben. Daher entwickelt AiNT eine Messanlage, die in der Lage ist Schwermetallgehalte auch in großen Proben zuverlässig und genau zu analysieren.

In Zusammenarbeit mit Betonwerk Pieper wurde ein neuartiger Beton entwickelt, der neben einer hohen Materialdichte ausgezeichnete Eigenschaften für den Strahlenschutz bietet.

Insbesondere bzgl. der Abschirmung von Neutronenstrahlung weist der Beton eine hohe Wirksamkeit auf, die durch Experimente am Forschungsreaktor FRMII in Garching bei München bestätigt wurde.